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Google Unternehmensprofil: so werden aus Suchenden gebuchte Termine

Die meisten Leute finden Ihren Betrieb über Google - und entscheiden dort in wenigen Sekunden. So richten Sie Ihr Unternehmensprofil so ein, dass aus diesem Blick wirklich ein Termin wird.

Sichtbarkeit6 Min. Lesezeit14. August 2026
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Ihr Google-Profil ist heute das Schaufenster

Früher hat man beim Vorbeigehen ins Schaufenster geschaut. Heute tippt man «Coiffeur in der Nähe» oder «Physiotherapie Zürich Kreis 4» ins Handy - und entscheidet innerhalb von Sekunden anhand dessen, was Google zeigt. Für Salons, Praxen und Studios ist das Unternehmensprofil damit oft der wichtigste erste Kontaktpunkt überhaupt, wichtiger als die eigene Website.

Das Praktische daran: Dieses Schaufenster gehört Ihnen, es kostet nichts, und Sie können es selbst gestalten. Das Unfaire daran: Wenn es halbleer ist - keine Öffnungszeiten, drei alte Fotos, die letzte Bewertung von 2019 - dann gehen Leute weiter zum nächsten Eintrag. Nicht weil Sie schlechter arbeiten, sondern weil der andere Eintrag vertrauenswürdiger aussieht.

Die gute Nachricht: Ein starkes Profil ist keine Raketenwissenschaft und auch kein Dauerprojekt. Der grösste Teil ist einmalige Arbeit von ein bis zwei Stunden, danach reichen ein paar Minuten pro Monat. In diesem Ratgeber gehen wir Schritt für Schritt durch, was wirklich etwas bringt - und was Sie getrost weglassen können.

Zuerst die Basis: ein vollständiges, korrektes Profil

Bevor Sie an Feinheiten denken, füllen Sie das Profil sauber aus. Name genau so, wie er am Geschäft steht, vollständige Adresse, Telefonnummer, Website, und vor allem: die Kategorie. Die Hauptkategorie ist einer der stärksten Faktoren dafür, bei welchen Suchanfragen Sie überhaupt auftauchen. Wählen Sie also die präziseste, die passt - «Kosmetikstudio» statt «Schönheitssalon», wenn das Ihre Hauptleistung ist - und ergänzen Sie zwei bis drei Nebenkategorien für alles Weitere.

Öffnungszeiten sind der Punkt, an dem am meisten Vertrauen verloren geht. Nichts ärgert mehr, als vor verschlossener Tür zu stehen, weil das Profil noch die alten Zeiten zeigt. Tragen Sie auch Feiertage und Betriebsferien als Sonderzeiten ein - Google fragt vor Feiertagen aktiv nach, und ein kurzer Klick erspart Ihnen einen frustrierten Anruf. Wichtig ist ausserdem, dass Name, Adresse und Telefonnummer überall gleich geschrieben sind: auf der Website, im Profil, in lokalen Verzeichnissen.

Und dann die Leistungen. Legen Sie Ihre Dienstleistungen einzeln an, mit Namen, Dauer und Preis, statt alles in einen Satz zu packen. Das hilft Google beim Zuordnen und Ihren Kundinnen und Kunden beim Vergleichen. Am besten verwenden Sie dieselben Bezeichnungen wie in Ihrem Buchungssystem - so erkennt jemand, der von Google auf Ihre Buchungsseite klickt, sofort dieselbe Dienstleistung wieder und muss nicht raten.

Der Buchungslink: der eine Klick, der über den Termin entscheidet

Jetzt kommt der Teil, den viele Betriebe auslassen - und der am meisten bringt. Ein Profil, das nur eine Telefonnummer anbietet, verlangt von Interessierten genau das, was viele am wenigsten mögen: anrufen. Abends um halb zehn, wenn die Entscheidung «ich sollte mal wieder zum Coiffeur» fällt, ruft niemand an. Ein Buchungslink dagegen nimmt den Termin genau in diesem Moment entgegen.

Hinterlegen Sie Ihren Buchungslink deshalb im Profil als Termin-Link, und zwar dort, wo Google ihn als eigenen Button anzeigt. Verlinken Sie nicht auf die Startseite Ihrer Website, sondern direkt auf die Buchungsseite - jeder zusätzliche Klick kostet Buchungen. Wenn Sie einzelne Dienstleistungen im Profil pflegen, können Sie diese ebenfalls je auf den passenden Einstieg verlinken.

Damit das funktioniert, muss die Buchungsseite auf dem Handy tadellos laufen, denn fast alle kommen vom Smartphone. Die Buchungsseite von nauw ist mobiloptimiert und kommt ohne Registrierung aus - drei Klicks, fertig. Sie bekommen dafür eine eigene, personalisierte Buchungs-URL mit Ihrem Logo und Ihren Farben, sodass sich der Sprung von Google zu Ihnen nahtlos anfühlt und nicht wie ein Wechsel zu einem fremden Portal. Wie Sie so eine Buchungsseite aufsetzen, steht Schritt für Schritt in unserer Anleitung zur Einführung der Online-Terminbuchung.

Bewertungen: das stärkste Argument, das Sie nicht selbst schreiben können

Bewertungen sind für lokale Betriebe das, was für andere die Werbung ist - nur glaubwürdiger, weil sie nicht von Ihnen kommen. Zwei Dinge zählen: die Menge und die Aktualität. Ein Profil mit vierzig Bewertungen, die neuste von letzter Woche, wirkt lebendiger als eines mit hundertzwanzig, deren letzte zwei Jahre alt ist. Konstanz schlägt hier den grossen Wurf.

Der zuverlässigste Weg zu neuen Bewertungen ist erstaunlich unspektakulär: fragen. Am besten direkt nach dem Termin, wenn die Zufriedenheit noch frisch ist, und mit einer konkreten Erleichterung - ein QR-Code an der Kasse, ein kurzer Link. Fragen Sie persönlich und ohne Druck, und kaufen Sie niemals Bewertungen ein: Google erkennt das zunehmend, und ein gesperrtes Profil ist ein deutlich grösseres Problem als ein paar Bewertungen weniger.

Mindestens so wichtig wie das Sammeln ist das Antworten - auf gute wie auf schlechte. Bei Lob reicht ein kurzer, persönlicher Dank. Bei Kritik gilt: sachlich bleiben, sich für die Rückmeldung bedanken, kurz schildern, was Sie ändern, und den Rest ins persönliche Gespräch verlagern. Wer eine kritische Bewertung ruhig und freundlich beantwortet, überzeugt die stillen Mitlesenden oft mehr als zehn Fünf-Sterne-Bewertungen. Und wenn eine Bewertung wirklich unfair oder erfunden ist, können Sie sie melden - aber rechnen Sie damit, dass das dauert und nicht immer klappt.

Fotos und Beiträge: Aktualität, die man sieht

Fotos entscheiden mit darüber, ob jemand auf Ihren Eintrag klickt oder weiterscrollt. Nötig sind keine teuren Aufnahmen, aber ein paar gute: die Fassade, damit man Sie beim Vorbeigehen erkennt, der Innenraum, damit klar ist, worauf man sich einlässt, das Team, damit es persönlich wird, und ein paar Arbeitsergebnisse. Ein aufgeräumtes Handyfoto bei Tageslicht ist besser als ein dunkles Profibild von 2018.

Aktualisieren Sie die Bilder ein paar Mal im Jahr, etwa wenn Sie umgestellt, renoviert oder eine neue Kollegin im Team haben. Beiträge im Profil - kurze Notizen zu neuen Angeboten, Ferienabwesenheiten oder freien Terminen in der nächsten Woche - halten das Profil zusätzlich lebendig. Einer alle paar Wochen genügt völlig; das ist kein Social-Media-Kanal, der täglich gefüttert werden will.

Nutzen Sie ausserdem die Fragen-und-Antworten-Sektion aktiv. Sie dürfen dort selbst Fragen einstellen und beantworten. Genau die Dinge, die man Sie ohnehin ständig am Telefon fragt, gehören dorthin: Parkplätze, Barrierefreiheit, Zahlungsmittel, ob man ohne Termin vorbeikommen kann, wie kurzfristig man absagen darf. Jede beantwortete Frage ist ein Anruf weniger und ein Zweifel weniger vor der Buchung.

Nach dem Klick: aus der Anfrage muss ein gehaltener Termin werden

Ein optimiertes Profil bringt Ihnen mehr Buchungen - und damit auch mehr Leute, die Sie noch nicht kennen. Das ist schön, hat aber eine Kehrseite: Neukundschaft von Google erscheint erfahrungsgemäss etwas unzuverlässiger als die Stammkundin, die seit acht Jahren kommt. Sichtbarkeit allein füllt den Kalender also nur auf dem Papier, wenn hinten Termine ausfallen.

Deshalb gehört die zweite Hälfte der Arbeit hinter die Buchung. Eine sofortige Bestätigung mit allen Eckdaten, eine Erinnerung am Vortag und eine kurze zweite kurz vor dem Termin holen die meisten vergessenen Termine zurück. nauw verschickt diese Erinnerungen automatisch per E-Mail, 24 Stunden und nochmals 2 Stunden vorher, und Ihre Kundschaft kann jeden Termin als ICS-Datei direkt in den eigenen Kalender übernehmen. Über das Kundenportal lassen sich Termine ausserdem selbst einsehen und verschieben - was gerade bei neuen Leuten hilft, die sich für eine telefonische Absage vielleicht nicht trauen. Mehr dazu steht in unserem Ratgeber zum Reduzieren von No-Shows.

Denken Sie auch an den Rückweg: Wer über Google gekommen und zufrieden gegangen ist, ist genau die Person, die Sie um eine Bewertung bitten sollten. So schliesst sich der Kreis - neue Kundschaft findet Sie über das Profil, und ihre Bewertungen sorgen dafür, dass die nächsten Sie ebenfalls finden.

Was Sie einmal im Monat kurz anschauen sollten

Sie müssen nichts täglich kontrollieren, aber ein kurzer Blick pro Monat lohnt sich. Google zeigt Ihnen im Profil, über welche Suchbegriffe Leute Sie gefunden haben, wie viele auf die Website oder den Buchungslink geklickt und wie viele angerufen haben. Daraus lesen Sie erstaunlich schnell ab, ob Ihre Kategorien passen und ob der Buchungsbutton tatsächlich genutzt wird.

Ergänzend hilft der Blick in den eigenen Kalender: Wann sind Sie ausgelastet, wo bleiben regelmässig Lücken? nauw zeigt Ihnen Auslastung und Peak-Zeiten in der Analytics-Übersicht - wenn Sie sehen, dass Dienstagvormittag chronisch leer ist, können Sie genau dafür einen kurzen Beitrag im Profil absetzen, statt ins Blaue zu werben.

Und dann gilt der ehrlichste Rat zum Schluss: Machen Sie nicht alles auf einmal. Füllen Sie diese Woche das Profil vollständig aus und hinterlegen Sie den Buchungslink - das sind die beiden Schritte mit der grössten Wirkung. Fotos, Beiträge und ein Ablauf zum Bewertungensammeln folgen in den nächsten Wochen. Nichts Verrücktes, versprochen: eine gute Stunde Arbeit, und Ihr Schaufenster steht.

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